Beschrieb:
Anspruchsvolle Hochtour mit Gletscher- und Felspassagen. Gut
die Hälfte der Höhenmeter kann man auf ausgetretenen, nicht
markierten Pfaden überwinden. Im oberen Bereich steigt man auf
dem Spillauibielfirn bis unter den Gratsattel auf. Zwischen dem leichten
Ostgrat und dem Gletscher kann die lockere Felsbarriere einige Anforderungen
stellen.
Dauer 3 Std. von der Etzlihütte
Schwierigkeit: Keine schwierigen Kletterstellen. Trittsicherheit
im oft haltlosen Gelände und das Gehen mit Steigeisen sollten zwingend
beherrscht werden.
Material: Steigeisen & Pickel
Karten/Führer: 1:25'000 Amsteg / Clubführer
Urner Alpen Ost, Route 618, Seite 271
Route: Von der Etzlihütte steigt man zuerst in
westlicher Richtung zum Etzlibach ab und überquert diesen. Am rechten
Bachufer gelangt man ins Unter Felleli. Von den zwei markanten Moränen
zielt man jetzt auf die grössere, westliche und steigt auf deren
Gratkante bis sie fast natlos in eine weitere Moräne in südwestlicher
Richtung übergeht. Auch dieser folgt man, bis sie sich und mit
ihr die Wegspuren im Geröll verlaufen. Früher oder später
hält man jetzt leicht rechts und gelangt auf das Gletschereis des
Spillauibielfirns. Auf dem Gletscher steigt man nur leicht rechts haltend
direkt unter den tiefsten Punkt des Grates zwischen dem Piz Giuv und
dem Hälsi auf.
In leichter Kletterei aber in sehr brüchigem Gestein klettert man
nun in den Gratsattel. Jetzt folgt man dem E-Grat, leicht links haltend
und erreicht schon nach kurzer Zeit den verdienten Gipfel des Piz Giuv.