Höhendifferenz:
1021m von der Etzlihütte
S-Grat
Beschrieb:
Via Pörtlilücke und Zwächten wie auch über
das Steingrätli und die Chlüserlücke gelangt man auf
diesen wunderschönen Grat. Ich habe diese Tour Ende Juni gemacht
und konnte beim Aufstieg in die nördliche Chlüserlücke
noch von etwas Schnee profitieren. Der Grat bietet mehrheitlich festen
und gut griffigen Fels. Ganz kommt man aber auch hier nicht um brüchige
Passagen herum.
Dauer 5.5 Std. von der Etzlihütte via Steingrätli
und Chlüserlücke (ohne aufwändige Sicherungstechnik).
Der Aufstieg via Zwächten dauert ähnlich lange.
Schwierigkeit: Drei Passagen III, sonst leichte Kletterei
im Auf- und Abstieg. Teilweise brüchig!
Material: Kletterausrüstung mit Helm, Schlingen,
evtl. Keile und Friends. Keine Haken vorhanden!
Karten/Führer: 1:25'000 Amsteg / Clubführer
Urner Alpen Ost, Route 637, Seite 300
Route:
Via Steingrätli in die nördliche Chlüserlücke:
Gleich hinter der Hütte steigt der Weg zum Felleli P.2186 an. Kurz
vor der ersten Alpruine zweigt rechts ein schwach mit roten Zeichen
markierter Pfad Richtung Rossbodenstock ab. So erreicht man in etwa
45 Minuten das Steingrätli 2401m. Weiter auf dem markierten Pfad
steigt man nun etwa 100m in nördlicher Richtung ab. Bald verlässt
man diesen Pfad und quert auf der Höhenlinie 2300, bis man nach
Westen wieder über Geröll ansteigen kann. Entweder steigt
man direkt über eine kleine Felsstufe der südlichen Chlüserlücke
entgegen oder man wechselt etwas über 2400m in den nächsten
Einschnitt und gelangt so direkt in die nördliche Chlüserlücke.
Für die nördliche Lücke ist etwas Schnee in der Rinne
sehr hilfreich!
Via Pörtlilücke und Zwächten in die nördliche
Chlüserlücke: Anfänglich gleich wie in der ersten
Variante steigt man jetzt im Felleli weiter auf dem Weg der Pörtlilücke
2506m entgegen. Dort hält man sich rechts und steigt in weglosem
Gelände in nördlicher Richtung dem Punkt östlich von
P. 2817 entgegen. Abgekürzt kann dieser Punkt auch durch den Spillauischroten
und nördlich am P.2682 vorbei erreicht werden. Von dort klettert
man mehrheitlich dem Grat folgend über den P.2853 in die südliche
Chlüserlücke. Über den Lückenstock 2853m (III) klettert
man dann in die nördliche Chlüserlücke. Bis hierher benötigt
man etwa drei Stunden.
S-Grat von der nördlichen Chlüserlücke:
Aus der Lücke steigt etwa 100m das Chlüserwändli empor.
In gutgriffiger Kletterei (III) erreicht man so die Fortsetzung des
Grates. Der folgende Turm 2897m wird links in der brüchigen Flanke
umgangen. Jetzt folgt Genuss pur über den fast horizontalen Grat
bis zum Steilaufschwung unter dem Südgipfel. Auch diese gutgriffige
Passage (III) wird keinerlei Problem bereiten. Für den Abstieg
vom Südgipfel in die nächste Scharte hält man sich leicht
rechts in der östlichen Flanke. Der Aufstieg zum Hauptgipfel ist
nun geschenkt über eine wenig steile, etwas brüchige Passage
und schliesslich über das letzte Gratstück.
NE-Grat
(Abstieg)
Beschrieb:
Der öfters begangene NE-Grat des Bristen anerbietet sich
speziell auch für die Überwindung des langen Abstiegs. Ein
teilweise ausgetretener Pfad abwechselnd mit leichten Kletterpassagen
führt zum P.2946 wo sich der Grat in den NE- und
den NW-Grat aufteilt. Nach rechts, dem NE-Grat folgend erreicht man
den Rot Bristen 2762m. Wer sich relativ konsequent an die Linie des
Grates hält wird immer wieder auf Steinmännlein und Wegstücke
stossen.
Vor dem Lauchergrat 2327m entscheidet sich, wer via Bristenseelein
direkt talwärts wandert oder rechts auf ca. 2300m unter dem mächtigen
Hängegletscher des Hang- und Stockfirns hindurch zum Steingrätli
und zur Etzlihütte zurück kehrt.
Dauer 4 Std. vom Gipfel zur Etzlihütte
Schwierigkeit: leichte Kletterei in teilweise brüchigem
Gelände
Material: Robustes Schuhwerk
Karten/Führer: 1:25'000 Amsteg / Clubführer
Urner Alpen Ost, Route 741, Seite 303
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