Alpenfauna rund um die Etzlihütte

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Im Bild sind sie zwar viel schwerer zu erfassen als Blumen, dafür machen einige mit Geräuschen auf sich aufmerksam. Interessierte Beobachter finden unzählige Mitbewohner in dieser manchmal unwirtlichen Landschaft. In brüchigen Steilwänden, auf bunten Alpwiesen, in quirligen Bächen und modrigen Sümpfen leben sie genügsam im Einklang mit der rauhen Natur. Wie die Blumenbilder haben wir auch diese Bilder der Alpentiere auf unserer Homepage selbst gemacht.
 

Gämsen
Im Etzlital sind diese scheuen und extrem geschickten Alpenbewohner regelmässig zu sehen. Im Winter oft in tieferen Lagen und während des Sommers meist oberhalb der Hütte. Geschickt vor des Jägers Flinte bewahrt können sie über 15 Jahre alt werden.

Schneehühner
In Ruhe beobachten lassen sich diese Schlechtflieger nur schwierig. Ganz ruhig verharren sie geduckt um erst im allerletzten Moment aufzuflattern und zu fliehen. Geschützt in eingeschneiten Schneehöhlen überleben sie auch stürmische Winternächte

Alpenmurmeltier Marmotta
Unser Hüttenmaskottchen! Zwischen Ende April und Oktober oft anzutreffen im Etzlital. Auch in unserem Holzschopf sind sie ab und zu Gäste. Im Frühjahr sind sie sehr zutraulich.
Hier einige Bilder.

Wollschafe
Rund 280 Stück weiden im Sommer in den Steinplanggen und Stockplatten hoch über dem Etzlital. Wöchentlich schaut der Hirt zum Rechten. Mit Gleck (Salzstein) verhindert er, dass sie verwildern und zu weit auseinander driften.

Milchkühe
Auf der Etzlialp weilen durch den Sommer über 80 Kühe. Zwei Sennen und ein Käser produzieren mit der Milch wunderbaren Alpkäse, Mutschli, Ziger, Joghurt und Butter.


Alpendole
Die Luftakrobaten der Alpen. Im Sommer im Hochgebirge und im Winter teils bis in die Täler suchen sie oft die Nähe zu Mensch. Auf der Etzlihütte sind sie oft auf dem Komposthaufen zu Gast.

Alpenbock
Rosalia Alpina, ein wunderschöner Name für dieses seltene Insekt. Als Larve sind sie per Heli im Buchen- und Kastanienholz zur Etzlihütte geflogen, um hier an einem sonnigen Tag vielzählig auszufliegen. Sonst ist er mehrheitlich im Tessin und im Jura heimisch

Grasfrosch
Anfang Juni legen unzählige Weibchen teilweise weit über tausend Eier in die Pfützen und Rinnen auf Gulmen direkt unterhalb der Hütte. Oberhalb 1000m ist er in der Schweiz die einzige Froschart. Sie sind oft auch weit entfernt vom Wasser anzutreffen.

Steinadler
Im Val Strem hat er seinen Horst und durchstreift auf seinen weitläufigen Jagdzügen riesige Gebiete. Nicht selten ist er dabei auch nahe der Etzlihütte zu sehen. Zumindest solange, bis ihn die Raben wieder aus ihrem Revier vertreiben.

Steinbock
Etwas Glück gehört schon dazu, wenn man diesen stolzen Alpenbewohner sichten will. In der Region um den Chrüzlipass sonnen sie sich manchmal in den grünen Wiesen und auch im Fellital wurden schon öfter Steinböcke beobachtet.

Maultier
Zusammen mit der Muttertierherde sömmert auch ein Maultier im Etzlital. Ab und zu hilft es uns den Speisezettel mit frischen Produkten aus dem Tal zu bereichern. Dabei trägt es mit stetem Schritt über 100kg zur Hütte.

Muttertierhaltung
Die rund 70 Tiere, Kühe, Kälber und ein Stier , ziehen via Rossboden, Gulmen, an der Etzlihütte vorbei bis zum Spillauisee. Hans sorgt derweil dafür, dass sie den Alpsommer unfallfrei überstehen. Hier Bilder einer Alpgeburt auf Müllersmatt.
Bergpieper
Er ist häufig anzutreffen im Etzlital. Er fällt vorab durch seinen Singflug auf. Er steigt schräg in die Höhe und schwebt anschliessend so langsam, dass man glauben könnte, er hänge an einem Fallschirmchen, gegen den Boden oder auf einen Stein.
Bachforelle
Weiter oben als auf Gulmen, wie dieses Exemplar hier, haben wir noch keine Forellen gesehen. Im Etzlibach werden jährlich rund 4000 Sömmerlinge (Fische im Alter eines Sommers) ausgesetzt. Etwa 10% werden wieder ausgefischt.